
Göhren auf Rügen
Göhren auf Rügen ist mehr als ein klassisches Ostseebad: Der Ort liegt auf einer Halbinsel an der Südspitze der Insel – umgeben von Wasser auf drei Seiten. Links der Nordstrand mit Seebrücke und lebendiger Bernsteinpromenade, rechts der naturbelassene Südstrand, und dahinter das Naturschutzgebiet Mönchgut. Göhren ist seit 2007 der einzige Kneipp-Kurort an der deutschen Ostseeküste und Endstation des legendären Rasenden Rolands. Wer Rügen in seiner ursprünglichsten Form erleben möchte, findet hier den perfekten Ausgangspunkt.
Warum Göhren?
Göhren hat eine Eigenschaft, die viele andere Ostseebäder nicht bieten: Es ist gleichzeitig lebendig und naturbelassen. Der Nordstrand zieht Familien, Strandkorb-Liebhaber und Ausflügler an, während der Südstrand eine völlig andere Atmosphäre verströmt – ruhig, unverbaut, fast ein bisschen wild. Dazu kommen das Offene Mönchgut-Museum mit historischen Gebäuden wie dem Rookhus und dem Museumsboot "Luise" (Baujahr 1906), der markante Nordperd-Kliff mit Waldpfaden sowie der Buskam, Deutschlands größter bekannter Findling, der rund 350 Meter vor dem Strand aus dem Wasser ragt. Göhren ist kein Ort zum Durchfahren – es ist ein Ort zum Ankommen.
Nordstrand und Südstrand
Göhrens zwei Strände könnten unterschiedlicher kaum sein. Der Nordstrand erstreckt sich auf 2,7 km feinsandigem Boden und ist der Hauptbadebereich des Ortes: Die 350 Meter lange Seebrücke, die 1993 auf Betonpfeilern errichtet und mit Holz beplankt wurde, ragt weit ins Meer. Von ihrer Spitze fahren Ausflugsschiffe nach Sellin, Binz und Kap Arkona ab. Die Bernsteinpromenade – 2003 neu gestaltet – begleitet den Strand auf drei Kilometern und bietet Cafés, Restaurants, Minigolfanlagen und schattige Themengärten. DLRG-Rettungstürme, Strandkörbe und ein ausgewiesener FKK-Abschnitt in Richtung Baabe machen den Nordstrand zur Komplettversorgung für jeden Strandtag.
Der Südstrand ist das stille Gegenstück: rund 1,3 km naturbelassener Strand südlich des bewaldeten Nordperd-Kaps. Hier gibt es kaum Bebauung, dafür Dünenvegetation, freier Blick und eine entspannte Atmosphäre. Der Südstrand ist ideal für lange Spaziergänge, für Hundebesitzer und für alle, die dem Trubel des Nordstrands entfliehen möchten. Beide Strände tragen das Blaue Flagge Zertifikat für ausgezeichnete Wasserqualität.
Mönchgut: Die besondere Halbinsel
Göhren liegt an der Spitze der Halbinsel Mönchgut – dem südöstlichsten Zipfel Rügens. Mönchgut ist kein einheitliches Gebiet, sondern ein Flickenteppich aus acht nicht zusammenhängenden Naturschutz-Teilgebieten, die alle zum Biosphärenreservat Südost-Rügen gehören. Die Halbinsel war über Jahrhunderte fast vollständig vom Rest der Insel abgeschnitten; die Bevölkerung entwickelte eine eigene Kultur, Tracht und Lebensweise. Davon erzählt das Göhrener Freilichtmuseum Mönchgut mit historischen Gebäuden direkt im Ort.
Naturfreunde kommen auf Mönchgut voll auf ihre Kosten: Zug- und Rastvögel, einzigartige Küstenpflanzen, Bodden-Landschaften und der steile Nordperd-Kliff prägen das Bild. Besonders in der Vor- und Nachsaison – wenn die großen Strände ruhiger werden – entfaltet Mönchgut seine ganze Stille und Ursprünglichkeit.
Mit dem Rasenden Roland nach Göhren
Göhren ist die Endstation der Rügenschen Bäderbahn – volkstümlich "Rasender Roland" genannt. Die historische Schmalspurbahn mit 750 mm Spurweite fährt seit 1895 und wurde 1899 bis Göhren verlängert. Dampfbetriebene Lokomotiven ziehen die rot-gelben Waggons von Putbus über Binz, Sellin und Baabe nach Göhren – eine Strecke von rund 25 km, die heute unter Denkmalschutz steht.
Die Fahrt mit dem Rasenden Roland ist kein bloßes Transportmittel, sondern ein Erlebnis für sich: Felder, Kiefernwälder und Dörfer ziehen vorbei, während die Bahn gemächlich durch Südost-Rügen schnauft. Wer in Göhren Urlaub macht, sollte mindestens eine Rundfahrt einplanen – etwa nach Sellin, mit einem Spaziergang über die dortige Seebrücke, und zurück. Tickets gibt es direkt an der Göhrener Station oder online bei der Rügenschen Kleinbahn.
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Häufige Fragen (FAQ)
Was macht Göhren besonders?
Göhren liegt auf einer Halbinsel mit zwei völlig verschiedenen Stränden: dem belebten Nordstrand mit Seebrücke und dem ruhigen Südstrand. Als einziger Kneipp-Kurort an der deutschen Ostseeküste und Endstation des Rasenden Rolands hat Göhren ein einzigartiges Profil.
Wie komme ich nach Göhren?
Mit dem Auto über die B196, mit dem Bus (Linie 15) oder am schönsten mit dem Rasenden Roland ab Putbus oder Binz. Der Zug hält direkt am Bahnhof Göhren, von dort ist der Nordstrand in wenigen Gehminuten erreichbar.
Gibt es FKK-Strand in Göhren?
Ja. Am Nordstrand gibt es einen ausgewiesenen FKK-Abschnitt in Richtung Baabe. Der Südstrand ist insgesamt naturbelassener und ruhiger – beide Bereiche sind klar ausgeschildert und liegen in unmittelbarer Nähe der regulären Textilbereiche.
Welche Ausflüge lohnen sich ab Göhren?
Baabe (5 km) mit seinem ruhigen Familienstrand, Sellin (10 km) mit der berühmten Hochufer-Seebrücke und Thiessow am südlichsten Punkt der Mönchgut-Halbinsel. Mit dem Rasenden Roland gelangt man stilvoll weiter bis Binz oder Putbus.
Was ist der Buskam?
Der Buskam ist der größte bisher in Deutschland gefundene Findling – ein Steinklotz, der etwa 350 Meter vor dem Nordstrand aus dem Wasser ragt. Das Wasser ist dort rund fünf Meter tief, der Stein ragt trotzdem bis zu 1,5 Meter heraus. Ein beeindruckendes Naturdenkmal direkt vor Göhrens Küste.
Ist Göhren für Familien geeignet?
Sehr gut. Der Nordstrand hat DLRG-Rettungstürme, flaches Wasser für Kinder, Strandkörbe und die Bernsteinpromenade mit Cafés und Minigolf. Das Freilichtmuseum Mönchgut und eine Fahrt mit dem Rasenden Roland sind weitere Familientipps, die Kinder begeistern.